Wettbewerbsverfahren

Für die Neuordnung des Ortskern Ramersdorf als Teil des Sanierungsgebiets „Innsbrucker Ring / Baumkirchner Straße“ ist ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt worden. Der Wettbewerb war ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb. Dies bedeutet, dass einer der Wettbewerbsentwürfe nach dem Verfahren in Form eines städtebaulichen Konzeptes umgesetzt werden soll, dieses wiederum bildet die Grundlage für weitere Maßnahmen, wie z.B. die Erarbeitung eines Bebauungsplans. Der Wettbewerb wurde als begrenzt offenes kooperatives Verfahren mit einem Zwischenkolloquium ausgelobt. An dem Wettbewerb nahmen 10 Planungsgemeinschaften teil, besetzt mit Vertretern der Fachrichtungen Stadt-, Grün- und Verkehrsplanung, die über ein offenes Bewerbungsverfahren ausgewählt wurden.

Folgende Planinhalte wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern u.a. gefordert: Darstellung der Baukörper mit Angaben zu Höhen, Dachform und Nutzung, Aussagen zu Grün- und Freiflächen, Darstellung des Verkehrskonzeptes incl. ruhendem Verkehr und Erläuterungen (in zeichnerischer oder textlicher Form) zu Maßnahmen, die zur Belebung des Ortskernes und dessen Verknüpfung mit der Umgebung beitragen.

Die Auslobungsunterlagen für den Wettbewerb können Sie hier abrufen.

Die Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer erarbeiten Konzepte die wiederum von einer Jury, bestehend aus ca. 25 Personen beurteilt wird. Die Jury war zusammengesetzt aus Fachpreisrichtern (Architekten, Landschaftsarchitekten, Verkehrsplaner) und Sachpreisrichtern (Politiker) sowie Beratern.

Die Ergebnisse der bereits 2011 erfolgten öffentlichen Bürgerbeteiligung sowie die engagiert erarbeiteten Beiträge der „Planungsgruppe Ortskern Ramersdorf“ waren in die Auslobung eingeflossen, sodass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger Bestandteil der Aufgabenstellung waren.

Am 25.10.2013 hat das Preisgericht über den Realisierungswettbewerb zur Neuordnung des Ortskerns Ramersdorf entschieden.

Die Arbeiten der Wettbewerbsteilnehmer wurden vom 21.11. bis zum 04.12.2013 vor Ort im ehemaligen Heizkraftwerk der GEWOFAG, Rosenheimer Straße 192, ausgestellt. Vom 05.12. bis 17.12.2013 konnten die Arbeiten im Foyer des Planungsreferates, Blumenstraße 28b, besichtigt werden. Die Eröffnung der Ausstellung fand am 20.11.2013 in den Räumen des ehemaligen Heizkraftwerkes statt. Am 28.11.2013 um 18 Uhr lud das Planungsreferat zu einer Führung durch die Ausstellung für die interessierte Öffentlichkeit ein.

 

Entscheidung Preisgericht

Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Herrn Professor Franz Pesch bewertete in der Preisgerichtssitzung zehn Lösungsvorschläge und vergab einstimmig drei Preise:

1. Preis:
Goergens + Miklautz Architekten, München,
mit Landschaftsarchitektinnen Claudia Ruf und Svea Erdmann, München und Verkehrsplaner Hans Billinger, Stuttgart

Plan 1
Plan 2


2. Preis:
Carsten März, Architekt und Stadtplaner, Machleidt GmbH, Berlin
mit AW Faust, sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin und Dipl.-Ing. Bodo Fuhrmann, Verkehrsplaner


3. Preis:
Mirjam Niemeyer, Architektin und Tommi Mäkynen, Architekt, Helsinki Zürich Office GmbH, Zürich,
mit Emmanuel Tsolakis, Landschaftsarchitekt, Cadrage Landschaftsarchitekten GmbH und Dipl.- Ing. Michael Angelsberger, Verkehrsplaner, München

 

 

1.Preis

 

Das Preisgericht würdigte insbesondere die neue und städtebaulich qualitätsversprechende Linienführung für die Rosenheimer Straße des Entwurfs von Goergens + Miklautz Architekten.
Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll: „Durch den Schwenk nördlich der Herrenchiemseestraße nach Westen erhält der Vorbereich der Kirche eine dem Ort angemessene Ruhe und gestalterische Aufwertung. Die historische Bedeutung des Pilgerweges wird dadurch deutlich gestärkt. Südlich der Herrenchiemseestraße erfolgt der Schwenk der Rosenheimer Straße nach Osten und schafft damit einen größeren Abstand zur Mustersiedlung, der für einen Lärmschutzwall genutzt wird. Dieser bemerkenswerte Einsatz von stadträumlich verträglicher Lärmschutzmaßnahme wird besonders gewürdigt. Der Bereich rings um die Kirche erfährt eine behutsame und maßvolle Fortschreibung. Insgesamt offeriert der Entwurf mit der Lage der Neuen Rosenheimer Straße eine kluge Strategie für eine behutsame und qualitätvolle Neuordnung des Ortskerns von Ramersdorf.“

Das vollständige Preisgerichtsprotokoll können Sie hier herunterladen. Das ganze Verfahren wurde in einer Dokumentation zusammengefasst.

 

 

 

 

 

 

Gefördert mit Mitteln von Bund, Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München im Städtebauförderungsprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“.